Aktuelle

TOURDATEN

Samstag, 07.12.2019, 18.00 Uhr

09456 Mildenau | Ev.-Luth. Kirche

Eisenstraße

Die Kirche

Ev.-Luth. Kirche Mildenau

Ein sichtbarer Beweis für die tiefe Verwurzelung christlichen Glaubens in Mildenau war der Bau einer neuen Kirche in den Jahren 1834 - 1839. Die alte Kirche hatten Zeitereignisse und das Wetter arg mitgenommen. Schon 1794 wurden die beiden Türme wegen Baufälligkeit abgebrochen, die Glocken unter einem Gerüst auf dem Gottesacker aufgehängt. Zwei gewaltige Stürme, die im Gemeindewald 10 Schock Holzstämme entwurzelt und gebrochen hatten, lieferten das nötige Holz zum Bau, so dass der Neubau im April 1834 beginnen konnte. In einmaliger Eintracht, Opferbereit-schaft und Mithilfe der gesamten Dorfgemeinschaft nahm das Werk einen erstaunli-chen Fortgang, so dass "das Heben der Kirche und des Turmes" bereits am 25.07.1835 erfolgen konnte und zum Kirchweihfest die Glocken wieder vom Turm läuteten. Die Weihe der neuen Kirche wurde am 27. Oktober 1839 feierlich begangen. Sie war zu einem großartigen Bau "in edler Einfalt und stiller Größe" vollendet worden und bietet 1.114 Personen Platz. Die Gesamtkosten betrugen 23.328 Taler. Das 50jährige Jubiläum im Jahre 1889 war ein Höhepunkt in der jungen Geschichte der Kirche, die so überfüllt gewesen sein soll, dass "Kundige die Zahl der Besucher auf 3.000 schätzten."

Es folgten viele Friedensjahre, dann aber brach der I. Weltkrieg aus. Von direkten Kriegshandlungen verschont, war die Kirche eine Heimstätte in schwerer Zeit für viele, die Leid trugen und Trost suchten. Die mittlere und die kleine Glocken wurden noch im November 1917 abgenommen und zur Sammelstelle gebracht. Nach dem Krieg wurde das kostbare Geläut unter großen Mühen wiederbeschafft und die Kirche in den Jahren 1931/32 als Baudenkmal vollständig erneuert. Im Jahre 1939 stand die 100-Jahr-Feier der Kirche an. Trotz des Ernstes der Zeit werden die festlichen Tage ein Meilenstein in der Geschichte der Kirchgemeinde bleiben. Einen Höhepunkt bildete das Kirchenkonzert des Dresdner Kreuzchores unter Leitung von Kreuzkantor Rudolf Mauersberger.

Der II. Weltkrieg hatte begonnen. Wieder wurden die zwei kleineren Glocken abgenommen. Dann kam jene schreckliche Nacht vom 14. zum 15. Februar 1945, in der die Kirche in Schutt und Asche fiel. Aber mit Pfarrer Eichler, der nach völliger Entmutigung bald den göttlichen Auftrag in sich spürte, begann der Wiederaufbau. War er zuerst allein, so kamen bald immer mehr, die Trümmer der Brandstätte zu beseitigen. Bereits am 06. Juni 1945 wurde der erste Gottesdienst in der beräumten Kirchenruine abgehalten und ein Kirchenaufbaufonds gegründet, der bald auf 25.000 Mark angestiegen war, aber durch die Geldabwertung von 1:10 fast wieder zunichte gemacht wurde. Es ist erschütternd und erhebend zugleich, wie trotz aller Schwierig-keiten durch die atheistische sowjetische Besatzungsmacht und aller amtlichen Stellen der Wiederaufbau zügig voranging.

Am 10. April 1948 wurde das Richtfest gefeiert. Ein Festtrunk und Richtschmaus für die Bauarbeiter wurde durch eine Spendensammlung für Kartoffeln, Eier und Speck möglich. Auch eine Zuteilung von Trinkbranntwein durch das Landkreisamt wurde erwirkt. Bei dem weiteren Ausbau der Kirche wurden die Schwierigkeiten immer größer. Das in großen Mengen notwendige Bauholz für den Innenausbau konnte kaum beschafft werden, denn der Uranbergbau war in vollem Gange und verschlang riesige Holzmengen. Aber auch das Geld wurde immer knapper. So konnte erst am 09. Oktober 1955 die Kirchen- und Glockenweihe feierlich vollzogen werden. Noch vergingen Jahre, bis alle Zimmerer-, Stuck-, Maler- und Vergoldungsarbeiten unter der Leitung von Pfarrer Johannes Köckert, dem Nachfolger von Pfarrer Eichler, mit Tatkraft und Umsicht zu Ende gebracht wurden.

Als Pfarrer Köckert den Landesbischof Noth in einem Brief vom 25.04.1963 bat, zur 125-Jahr-Feier der Kirche den Festgottesdienst zu halten, schreibt er folgendes über die Kosten des Wiederaufbaus der Kirche: "Der Wiederaufbau unseres Gotteshauses hat bis jetzt etwas über 500.000 Mark gekostet. Von der Landeskirche erhielten wir als Beihilfen 240.000 Mark. Den Rest brachten die 2.800 Gemeindemitglieder auf." Damit war der Wiederaufbau der Kirche abgeschlossen. Sie entstand genau wieder so, wie sie damals von 1834 - 1839 im Stile des Klassizismus erbaut worden war. Sie konnte im Jahre 1989, kurz vor der Wende, ihr 150. Jubiläum begehen und ist trotz einer über zwei Generationen währenden atheistischen Erziehung und Verfolgung Mittelpunkt und Heimstätte christlichen Glaubens für den größten Teil der Bevölkerung geblieben. (Quelle: www.gemeinde-mildenau.de)

Classic Brass gastiert zum vierten Mal in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Mildenau. Das renommierte Ensemble läutet mit seinem neuen Konzertprogramm »Freu dich, Erd und Sternenzelt« die für zahllose Menschen schönste Zeit des Jahres ein – Advent und Weihnachten. Mit den gefühlvoll vorgetragenen Blechbläser-klängen dürfen sich die Konzertbesucher zwei musikalische Stunden der Ruhe und Besinnung gönnen und die Vorfreude auf das Fest der Christgeburt in ihre Herzen einziehen lassen. Das Publikum erwartet ein unvergessliches Konzerterlebnis!

Kartenvorverkauf

Karten zu € 15,- / Schüler und Studenten zu € 10,- ab 15.09.2019 bei:

Ev.-Luth. Pfarramt Mildenau, Dorfstr. 78, Tel. 03733-52896

Feinbäckerei Hertel, Mildenau, Dorfstr. 94, Tel. 03733-53905

SCHALOM Bücher & Geschenke, Annaberg-B., Wiesaer Str. 2b, Tel. 03733-555011

Restkarten zzgl. € 2,- ab 17:00 Uhr an der Abendkasse

 

Online Kartenvorverkauf bei unserem Partner

Management & Booking

 

Classic Brass

Jürgen Gröblehner
Waldstraße 14
82061 Neuried

Auf sozialen Netzwerken folgen

  • Facebook
  • YouTube

© 2018 Classic Brass - Jürgen Gröblehner