SYNOPSIS

Helmut Göldner (75) lebt im kleinen Örtchen Sieglitz, irgendwo in Sachsen-Anhalt. Als er mit 15 das erste Mal „Kino macht“ ist es um ihn geschehen. Filmrollen, Projektoren und Landstraßenkilometer bestimmen fortan sein bewegtes Leben.

 

Und das seiner Frau Rita und Tochter Heike, zwar stets an seiner Seite, aber immer kritisch-ironische Beobachterinnen ihres „Kinomanns“. Fast täglich fährt er los, um dort Filme zu zeigen wo es schon lange keine Kinos mehr gibt. Er weiß viel über die Mentalität, die Sorgen und Nöte seiner Besucher*innen zu berichten, die oft lange überlegen müssen, ob sie sich eine Kinokarte leisten können.

 

Der Film begleitet den dienstältesten mobilen Filmvorführer Deutschlands in seinem 60. Jubiläumsjahr. Er erzählt von Liebe und Leidenschaft, zu dem was man tut und dem, was das mit einer Familie macht. Und von Helmut Göldner dem Superman, dessen Kräfte seiner Meinung nach nie enden und auch nicht enden dürfen, denn nach ihm, da kommt keiner mehr.

FORMAT

Laufzeit: 90 Min.

Bild: 1:1,78

Ton: Stereo / 5.1

Verfügbar als: 35 mm / DCP / BluRay 

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HELMUT

Der KINOMANN.

Helmut schaut schon als Jugendlicher fasziniert dem Filmvorführer zu, wenn er zum „Kino machen“ ins Dorf kommt. Als 15jähriger nutzt er die Chance und rettet einen vom Ausfall bedrohten Kinoabend in seinem Heimatort Könnern in Sachsen-Anhalt, in dem er kurzerhand die Arbeit des erkrankten Filmvorführers übernimmt. Beauftragt hat ihn keiner, doch aufhören will er seither auch nicht mehr. Er lernt Facharbeiter für Filmwiedergabetechnik, zieht 30 Jahre mit dem Landfilm durch ganz Mitteldeutschland, und auch der Mauerfall kann ihn nicht aufhalten. 2019 feiert der „Kinomann“, wie man den 75jährigen mit Bewunderung aber auch Verwunderung in seiner Heimat nennt, sein 60jähriges Jubiläum als dienstältester Filmvorführer Deutschlands, als Bastler, Filmsüchtiger und Kopf eine kleinen Familienunternehmens, dass eigentlich gar keins sein möchte.

RITA

Die EHEFRAU.

Rita ist nicht nur seit mehr als 50 Jahren Ehefrau von Helmut, sie ist auch mit dem „Kinomann“ verheiratet. Treu klebt sie Plakate, kassiert, ist gelegentlich selbst am Projektor anzutreffen. Stets mit einem ironischen Kommentar auf den Lippen begleitet sie die Arbeit ihres Mannes. Vielleicht ist das Mansfelder Humor, vielleicht hat sie auch einfach aufgegeben, Helmut zu stoppen. Vielleicht ist es aber auch ihre eigene Leidenschaft geworden. Zugeben würde sie das jedenfall nie.

HEIKE

Die TOCHTER.

Heike hat als Tochter nicht allzuviel von ihrem Vater, der ständig unterwegs ist. Also trifft sie als Kind eine Entscheidung: Wenn sie mit ihm zusammen sein möchte, dann muss sie mit auf Tour gehen. Noch heute lebt Heike nebenan – immer in Rufweite, wenn ihr Vater mal wieder kurzfristig Unterstützung braucht. Wird Sie das Geschäft eines Tages übernehmen?